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Know How

Fliesenbedarf und richtige Verlegung

Worauf Sie achten sollten

Fliesen selber verlegen spart Geld und macht auch noch Spaß.

Damit Sie aber auch danach noch viel Freude an Ihrer Arbeit haben, sollten Sie nicht nur die richtigen Materialien verwenden, sondern einige Dinge schon im Vorfeld beachten.

Extra Tipps fürs Verfugen

  • Achten Sie auf Farbgleichheit beim Einkauf und auf gleiche Chargennummern.
  • Häufig wird beim Verfugen der Fehler begangen, dass nicht exakt auf das Anmischverhältnis Fugenmörtel:Wasser geachtet wird.

Fliesenarten

Fliesen unterscheidet man nach Abriebklassen:

  • Klasse 1: Für Räume mit leichter Beanspruchung, z.B. den Barfuß- und Hausschuhbereich, in Bädern und Schlafzimmern oder als Wandbelag.
  • Klasse 2: Für Räume mit mittlerer Beanspruchung, wie den allgemeinen Wohnbereich im Wohn- und Esszimmer.
  • Klasse 3: Für Räume mit mittelstarker Beanspruchung, z.B. in Dielen, Fluren sowie auf Terrassen und Balkonen.
  • Klasse 4: Für Räume mit hoher Beanspruchung, z.B. in Hauseingängen, Küchen, Arbeits- und Wirtschaftsräumen.
  • Klasse 5: Für höchste Beanspruchung in allen Räumen und auf Flächen, die extrem belastet werden, wie z.B. Garagen, Industrielabore usw.
Fliesenart Empfohlener Einsatzbereich
Steingutfliese glasiert weich, gut zu bearbeiten, nimmt Wasser auf Innenbereich: Leichte Beanspruchung.
Wände, Böden in z.B. Bädern und Schlafzimmern
Steinzeugfliese glasiert und unglasiert sehr hart, nimmt kein Wasser auf, frostsicher Innen- und Außenbereich
strapazierfähig
Feinsteinzeug glasiert und unglasiert extrem hart, nimmt kein Wasser auf, frostsicher Innen- und Außenbereich: Für besonders starke Beanspruchung in z.B. öffentlichen Gebäuden

Materialbedarf und Verlegung

Materialbedarf und exakte Verlegung

Zur Materialberechnung wird der maßstabgerechte Grundriss der Flächen auf Millimeterpapier übertragen und darauf das Verlegemuster nach Fliesengröße und vorgesehener Fugenbreite eingezeichnet. Zu der so errechneten Anzahl der benötigten Fliesen werden für Verschnitt ca. 5 – 10 % (bei Diagonalverlegung), für spätere Reparaturarbeiten weitere 5 % dazu gerechnet.

Verlegung
Sind die Wände rechtwinkelig, wird die Mitte mit dem Senklot markiert und die Fliesen daran ausgerichtet. Randfliesen sollten mindestens eine halbe Fliesenbreite haben.
Wenn keine bestimmte Wandhöhe verfliest werden soll, unten mit ganzen Fliesen beginnen. Bei festgelegter Höhe oben mit ganzen Fliesen starten und angeschnittene Fliesen unten verlegen.
Bei rechtwinkeligen Räumen auf dem Boden mittig und parallel zu den Seitenwänden eine Richtschnur spannen. Die erste Fliesenreihe daran ausrichten. An der Richtschnur mit einer Fuge oder der Fliesenmitte beginnen. Die nächsten Fliesen dann entlang der Wand verlegen.
Haben die Fliesen an Boden und Wand die gleiche Größe, richten Sie den Fugenverlauf am Boden nach den Wandfugen aus. Bei angrenzenden Räumen auf durchgehenden Fugenverlauf achten. Dehnungsfugen genau unter dem Türblatt plazieren, dabei auch auf Dehnungsfugen im Estrich achten.
Bei Mauerkanten und Pfeilern immer an der Außenkante mit ganzen Fliesen beginnen und Anschnitte in den Ecken verlegen.

Werkzeug und Fliesenbearbeitung

Werkzeug und Fliesenbearbeitung

Zum Verfliesen, Verfugen und Abdichten werden Zahnspachteln, Kellen, Bohrmaschine mit Rührquirl, Gummiwischer, Fugengummi, Fugenbrett, Schwammbrett, Silikonpistole und Silikonkratzer benötigt. Bei größeren Flächen empfiehlt sich die Anschaffung eines Fliesenschneidegerätes. Darüber hinaus sind zur Fliesenbearbeitung Papageienzange, Fliesenbrechzange, Steinbohrer und Fliesenhammer notwendig. Für exaktes Messen dienen Wasserwaage, Schlauchwaage, Eckenschnur und Senklot. Nachdem die Fliesen auf der Glasurseite maßgenau mit der Fliesenschneidemaschine angeritzt wurden, leicht mit dem Fliesenhammer auf die Plattenrückseite schlagen und über einer scharfen Kante bzw. mit der Brechzange brechen.

Aussparungen für Elektro- bzw. Wasseranschlüsse werden z.B. mit einem Fliesenlochbohrer geschaffen. Seitliche Aussparungen werden entlang der vorgezeichneten Linie von der Glasurseite her mit der Papageienzange ausgebrochen.

Ratgeber

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