Revitalisierung im Ländle
Der erste Stock und die Fassade des Gebäudes wurden saniert (Foto: Knauf/P. Kubelka)
Neues Gemeindeamt in Tschagguns
Die ungefähr in der Mitte des Montafon-Tales gelegene Gemeinde Tschagguns erwarb einen Teil eines Anfang der 70er Jahre erbautes Haus und formte daraus ein multifunktionelles Gemeindeamt. Knauf Trockenbausysteme halfen bei der Sanierung.
Modernität und Transparenz
Das im Zentrum von Tschagguns gelegene Haus Piz Buin wurde im Jahre 1970 im typischen Stil der Zeit erbaut und sorgte in seiner massiven Art von Beginn an für Diskussionen. Im Untergeschoss befindet sich ein Supermarkt und im Erdgeschoss gab es Selbstbedienungsrestaurant. Darüber hinaus beherbergt das Gebäude 32 Apartments, die vorwiegend von Touristen genutzt werden. Da das ursprüngliche Gemeindeamt, die "Alta Gme" den modernen Anforderungen nicht mehr entsprach, entschloss man sich seitens der Gemeinde das freigewordene Erdgeschoss des Hauses Piz Buin zu erwerben und den ersten Stock und die Fassade des Gebäudes zu sanieren. Geplant war das Gemeindeamt, das Tourismusbüro und die örtliche Post hier unterzubringen. Das Innere des neuen Gemeindeamtes sollte ganz auf Transparenz und Funktionalität ausgerichtet sein. "Die eigentliche Herausforderung des Entwurfes bestand darin, die äußerst ungünstig proportionierten Räume des Bestandes mit der Grundidee eines hellen, offenen und transparenten Gemeindezentrums, zu vereinen. Der Ansatz, dies mittels einer bewussten Reduzierung von Formen und Materialien – in Form einer "innenliegenden Passage" zu lösen, erwies sich auch im Nachhinein als ein sinnvoller", so DI Michael Achammer vom planenden Architekturbüro achammerpartner.
Kurze Bauzeit als Herausforderung
Einen Umstand, dem das Architekturbüro aus Nenzing auch in der Materialwahl verstärkt Rechnung trug: So finden sich im Inneren des Gebäudes neben einem hohen Glasanteil auch Sandsteinböden, Mobiliar aus Kernesche und weiße Wände und Decken aus Knauf Trockenbausystemen. Innerhalb von nur fünf Monaten konnten die Bauarbeiten abgeschlossen werden, was auf eine gute Planung und ein reibungsloses Zusammenspiel der Gewerke schließen lässt. Dies bestätigt auch Reinhard Burtscher, Geschäftsführer des verantwortlichen Trockenbauers Burtscher Trockenbau Systeme aus Ludesch. "Die kurze Bauzeit war sicherlich die große Herausforderung bei diesem Projekt. Flexibilität ist ja heutzutage gefragt mehr denn je," so Burtscher. Bei den Deckenbekleidungen in den diversen Räumlichkeiten entschied man sich seitens der Planer und des Trockenbauers für die gelochte Knauf Akustiklochplatte. Die Vorteile dieses Deckensystems liegen auf der Hand: eine perfekte Kombination aus wirksamer Schallabsorption und repräsentativem Aussehen. Eindrucksvoll zu sehen beispielsweise im Sitzungs- bzw. Gemeindesaal, wo Beleuchtungs-, Lüftung- und eine moderne Projektionstechnik unauffällig integriert wurden. Auch in den anderen Räumlichkeiten wurde ganze Arbeit geleistet. Hier wurden die Akustikdecken mit einer zusätzlichen auskragenden Schürze versehen, um Platz für eine indirekte Beleuchtung zu schaffen.