Le Meridien Wien
Stararchitektin Yvonne Golds gestaltet Hotel im Le Meridien Design "Art+Tech" (Foto: Knauf/Kubelka)
Ein moderner Stern am Wiener Hotelhimmel
Seit Mitte November ist Wien wieder um ein Hotel reicher. Die typische Gründerzeit-Fassade am Opernring 13 wurde um 110 Mio. € in das "Ringstraßenhotel des 21. Jahrhunderts" umgebaut.
Luxushotel des 21. Jahrhunderts
Die globale Hotelgruppe Le Meridien mit Sitz in London verfügt gegenwärtig über 135 gehobene Hotels bzw. Ressorts weltweit. Für das erste Haus in Österreich hat man sich einiges vorgenommen: Hinter der Gründerzeitfassade am Ring verbirgt sich ein Innenleben auf dem modernsten Stand der Technik, ein Design-Hotel., das von Stararchitektin Yvonne Golds im Le Meridien Design "Art+Tech" gestaltet wurde. Das heißt, Designer-Einrichtung aus einer Palette von Materialien, wie beispielsweise Ahornholz, satinierter Stahl und Glas in allen Varianten. Besondere Aufmerksamkeit schenkt man der Beleuchtung und Lichteffekten, wobei eigens entwickelte Technologien eingesetzt werden. Golds beauftragte speziell für dieses Haus Kunstwerke, die einen bedeutenden Anteil der Ausstattung bilden. Zudem soll der Kunstgedanke weiter verfolgt werden und der Wiener Kunstszene eine Heimat bieten.
Ein anspruchsvolles Objekt
Der Innenbereich wurde Großteils mit Knauf Trockenbausystemen realisiert. Insgesamt wurden über 100.000 m² Gipsplatten innerhalb eines Jahres von bis zu 80 Monteuren verarbeitet. Kurz gesagt, wurden große Mengen in einer relativ kurzen Zeit verbraucht. So wurden unter anderem Wohnungstrennwände, Schächte mit Massivbauplatten, abgetreppte Gipsdecken und zahlreiche Revisionsklappen (aufgrund der vielen technischen Möglichkeiten) eingesetzt. Aufgrund der alten Substanz und verwendeten Materialien, wie bereits vorgefertigte Glaselemente für den Nassbereich, waren eine hohe Maßgenauigkeit und zahlreiche Detaillösungen gefragt. Auch die Logistik stellte eine gewisse Herausforderung dar: einerseits die zentrale Lage, kaum Lagerflächen, die Anlieferung des Materials war nur mit Motorwagen möglich und andererseits teilten sich ca. 300 Professionisten einen Kran.
Design-Hotel als Bühne
Den Gästen des Le Meridien Wien stehen insgesamt 33 Suiten zur Verfügung. Auf 1100 m² Konferenzfläche wurden acht Konferenzräume inklusive eines 340 m² großen Ballsaals mit Kapazitäten von 10 bis 280 Gästen errichtet. Ein Wellnessbereich mit 420 m² ist mit einem Schwimm-, Dampfbad, Sauna, Jacuzzi und Fitnesscenter ausgestattet. Für die relaxte Bar und Restaurant mit 128 Sitzen setzt man auf das Konzept von Michel Rostang, 2 Sterne Michelin Koch aus Paris, der seine moderne Variante der französischen Küche mit unterschiedlichsten Einflüssen bereichert und eine "kulinarische Weltreise" im Restaurant auftischt.
Open-Space
Besonderes Augenmerk legt man auch auf den Service, welche die Kommunikation mit dem Gast in den Mittelpunkt stellt. Gefragt nach ihrer Vision für das Hotel, ist sich die Direktorin, Gabriela Benz, sicher: "Es soll letztlich nicht unsere Vision, sondern die Visionen jedes einzelnen Gastes erfüllen."