Sanierung alter Industriearchitektur
Eine begehbare verglaste Öffnung ins 1. Obergeschoss erlaubt viele Blickwinkel.
Aus Tabak- wird Kulturfabrik
Aus der ehemaligen eindrucksvollen „K.u.k. Haupttabakfabrik“ in Hainburg ist nun die „Kulturfabrik“ geworden. Einerseits dient das revitalisierte Industriegebäude als zentrales Archäologie-Depot für Niederösterreich und andererseits als Ausstellungs- und Veranstaltungsort. Aus statischen Gründen kamen auch AQUAPANEL® Cement Board Floor Bodensysteme zum Einsatz.
Multifunktionelle Kulturfabrik
Früher waren zahlreiche archäologische Funde der Region, vor allem aus Carnuntum, auf mehrere Standorte verteilt. Nun sind alle Sammlungen in der Kulturfabrik in Hainburg vereint. Zum einen befindet sich das Depot für schwere Steine samt Werkstätte im Erdgeschoss. Im 1. Obergeschoß jenes für Keramik, Metall und Glas. Eine visuelle Verknüpfung der Funktionen erlebt der Besucher über eine begehbare verglaste Öffnung. Er gewinnt von oben einen Einblick in die Tätigkeit der Restauratoren, blickt ihnen gleichsam bei der Arbeit über die Schulter. Das zweite Stockwerk ist öffentlich zugänglich und unterteilt sich wie das 1. Obergeschoß in einen Ost- und Westflügel. Der Ostflügel ist für Ausstellungen reserviert, die erste findet bereits vom 3. Juli bis 28. Oktober statt und beleuchtet das "Schicksalsjahr 907 – die Schlacht bei Pressburg und das frühmittelalterliche Niederösterreich." Während der Ausstellungssaal eine zurückhaltende neutrale Hülle mit geringst möglichen sichtbaren Einbauten darstellt, musste der Veranstaltungssaal vielen unterschiedlichen Anforderungen genügen. Besonders für die Raumakustik bei Konzerten stellte die relativ geringe Raumhöhe eine Herausforderung für den Akustiker dar. Daher ist im Saal eine Kurve eingebaut worden, fein gelochte Akustikwände sowie steife Vorhänge, die bei Konzerten im Einsatz sind.
Ein Fenster zur Donau
Eine spektakuläre Bereicherung erfährt das Veranstaltungszentrum durch das Terrassenlokal "Fenestra". Zuerst als notwendige Ergänzung des Ausstellungs- und Veranstaltungsbetriebes geplant, ist es durch seine auskragende Aussichtsterrasse zu einem besonderen Anziehungspunkt geworden. Es war die gestalterische Absicht, eine vom historischen Bauwerk losgelöste eigenständige architektonische Geste zu setzen. "Eine Terrasse , die wie eine gläserne Fahne vor einem Gebäude weht, mit einem Aufzugsturm aus Stahl und Glas, der diese Fahne wie ein Mast hält", so der planende Architekt Reinhardt Gallister. Die auskragende Stahlkonstruktion bildet den technisch anspruchsvollsten Teil des gesamten Bauvorhabens. Durch komplizierte Rückhängungen in den historischen Baukörper konnte eine nahezu "schwebende" Plattform geschaffen werden. Aus diesen statischen Gründen, aber auch Platzgründen musste der Fußbodenaufbau im Terrassenbereich wohl kalkuliert werden. Auf das Trapezblech wurde eine EPO-Leicht Schüttung aufgebracht, anschließend AQUAPANEL® Cement Board Floor MF (einschichtiges Zementestrich-Element mit Stufenfalz,mit Mineralfaserdämmplatte kaschiert) und letztendlich als sichtbarer Teil des Bodens schwarze Teppichmatten aufgebracht. Entwickelt von Knauf USG Systems, bietet AQUAPANEL® Cement Board Floor Architekten und Verarbeitern eine überlegene Alternative zu Nassestrichen, Gipsfaser-, Gipskarton- und Spanplatten. AQUAPANEL® Cement Board Floor ist ein 100% wasserbeständiges, schimmelresistentes und absolut stabiles Trockenestrichelement aus Zement. Die zierliche Stahl-Glas-Konstruktion hüllt einen großen Teil der Terrasse ein und ermöglicht einen weiten ungestörten Blick über die Donaulandschaft. Schließlich soll bereits von der Donau aus erkannt werden, dass aus der Tabakfabrik eine Kulturfabrik geworden ist.
Weitere Informationen
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Mag. Andreas Bauer PR
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Knauf Ges.m.b.H. Strobachgasse 6 1050 Wien
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