Schule mal zwei

Ideale Lösung für hohe Akustikanforderungen

Was früher im Prinzip zwei getrennte Häuser waren, die nur auf Umwegen miteinander verbunden waren, machte das Ternitzer Architektenteam Teynor Schmidt zu einem kleinen Schulverbund. Eine Musikschule und eine Volkssschule wurden baulich zusammengelegt und um einen Hort erweitert.

Die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur, also Garderobe, Lift und Freiflächen waren die logische Konsequenz in der Umsetzung. Aber nicht nur im Entwurf zeigte man praxisnahen Einfallsreichtum. Stilistisch und funktionell gesehen, holte man die ehemals zwei Gebäude in die modernen Zeiten. Ob das den Einsatz von Phenolharz-Fassadenplatten betrifft, den großflächigen sensorgesteuerten Sonnensegel im Hof oder die Innen-Bemalung mit Magnetfarben (statt Pinwand), strahlt das Gebäude Ideenreichtum aus. Der einfache, lichtarme Siebzigerjahrebau mit Wellplatten am Dach wurde in einen kantig gestalteten Komplex mit viel Glas und mit Photovoltaik am Dach umgewandelt. Auch beim Einsatz der Materialien hat man versucht, den heutigen Ansprüchen gerecht zu werden. Für den Innenausbau bedeutete dies, dass die neu zu errichtenden Wände im Trockenbauverfahren realisiert wurden. Mit dem zur Anwendung gebrachten Holzmassivbau, beplankt mit KLH (Kreuzlagenholz)-Platten, beziehungsweise mit Knauf Gipsplatten, konnte Bauzeit reduziert werden und die bautechnische Reife des Holzbauverfahrens unter Beweis gestellt werden. Immerhin ist ja die Einhaltung der F90- Feuerschutzbestimmung in öffentlichen Gebäuden besonders zu thematisieren.

Akustik sei Dank

In einer Schule und ganz besonders in den Musikräumen ist das Thema Schallschutz eine große Herausforderung. Dies betont der Direktor der Schule in Wimpassing, Prof. Kurt Brunthaler: „Vor der Renovierung hat man den Widerhall fast nicht ertragen können.“ Ab diesen Oktober werden den Nutzern seiner Schule aber ganz neue Vorraussetzungen geboten. Sämtliche Proberäume und auch ein großer Ensemble-Raum mit Anschluss ans Freie, für Open-Air-Konzerte, wurden im Trockenbauverfahren für musikalische Herausforderungen aller Art fit gemacht. Das Ergebnis überzeugte auch den Schuldirektor: „Meine Befürchtungen, dass es zu stickig werden würde, erfüllten sich überhaupt nicht, Kompliment!“ Die Bewährungsprobe für die neue Akustikplatte Knauf danoline Designpanel mit dem Lochtyp Tangent kann also als gelungen bezeichnet werden. Nicht nur das Lochmuster ist neu, auch die Kantenausbildung wurde weiterentwickelt.

Designpanel im Test

Mit der 4-seitig abgeflachten Kante (4AK) wird eine einfache, präzise Ausrichtung des danoline Designpanels ermöglicht.. So liest es sich auf der Homepage der Firma Knauf und Trockenbauer Josef Scheucher „machte die Probe aufs Exempel“. Er brachte zum ersten Mal die neue Fugentechnik zum Einsatz und war im Interview hinterher von den Vorteilen überzeugt: „Die Verarbeitbarkeit ist optimal und man spart sich wirklich Arbeit.“ Gerade beim vorliegenden Projekt war Schnelligkeit und präzises Arbeiten ein wichtiger Faktor. Immerhin stand nur die Ferienzeit für die Montage zur Verfügung. 1.300 m² an Akustikplatten wurden im Objekt verlegt, vorwiegend an der Decke. Zum Teil erforderte aber die Situation zusätzliche Akustikflächen,, sodass kurzerhand auch an einigen Wänden das Designpanel zum Einsatz kam. Wieso gerade diese erklärten die Architekten Teynor Schmidt, mit persönlichen Präferenzen: „Es standen im Prinzip fünf Modelle zur Auswahl. Im neu gestalteten Wiener Büro von Knauf wurde das Designpanel Tangent eingesetzt und überzeugte das Architektenduo.“ Weil sie nicht vollflächig „löchrig“ ist und mit der Ovallochung im 14-mal-4mm-Lochdesign auch beim großflächigen Einsatz sehr gut geeignet ist, war sie erste Wahl. Ein angenehmes Ambiente und ausgewogene Raumakustik muss sich also nicht ausschließen, wie das Beispiel Wimpassing zeigt.

Bilder

Eine Musikschule und eine Volksschule wurden baulich zusammengelegt und um einen Hof erweitert (Foto: Knauf/M.Possert).
In einer Schule und ganz besonders in den Musikräumen ist das Thema Raumakustik eine große Herausforderung (Knauf/M.Possert).
Sämtliche Proberäume und auch ein großer Ensemble- Raum mit Anschluss ans Freie, wurden im Trockenbauverfahren für musikalische Herausforderungen aller Art fit gemacht (Knauf/M.Possert).

Bautafel

Bautafel
Objekt Prof. Otto Schwarz Musikschule
Wimpassing
Bundesstrasse 38
2632 Wimpassing
Bauherr Gemeinde Wimpassing
Tel.: +43-(0)2630 38370-0
Fax: +43-(0)2630 38370-18
Planung und ÖBA Teynor Schmidt Architects
Lautnergasse 9
2630 Ternitz
Tel.: +43-(0)2630 33 908
Fax: +43-(0)2630 34 188
Trockenbau Fa. Scheucher Innenausbau GmbH
Lessinggasse 5
1020 Wien
Tel.: +43-(0)1-9551 520
Fax: +43-(0)1-9551 520 30
Knauf Fachberatung Karl Zörweg
Mobil:+43-(0)664-383 11 13
Diese Bautafel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Weitere Informationen

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Mag. Andreas Bauer
PR
Knauf Ges.m.b.H.
Strobachgasse 6
1050 Wien
Tel. +43 50 567-465
Mobiltel. +43 664 544 60 35
Fax +43 50 567-50465
E-Mail: bauer.andreas