Innsbruck: Wohnen am Lohbach II
Hochwertiges Wohnen zu leistbaren Preisen
Unweit des Innsbrucker Flughafens wurde eine weitere Wohnanlage realisiert. Gefordert war eine ökonomisch und ökologisch optimierte Wohnbebauung. Eine zeitgemäße Architektur zu leistbaren Preisen. Mit Niedrigenergietechnik und Warmwasser über Sonnenkollektoren werden Betriebs- und Heizkosten „gedämpft“.
Die Innsbrucker Stadtbau GmbH, eine Tochter der Neuen Heimat Tirol, errichtete in der Technikerstraße eine Wohnanlage in bester Lage mit insgesamt 243 Wohneinheiten und einer gemeinsamen Tiefgarage mit 270 Abstellplätzen. Diese Wohnanlage gliedert sich insgesamt in fünf Baukörper, wobei zwei Baukörper vom Architekturbüro Baumschlager & Eberle und drei der Baukörper vom Architekturbüro Driendl geplant wurden, die Sieger des Architekturwettbewerbs waren. In den fünf Wohngebäuden werden insgesamt 135 Mietwohnungen und 108 Eigentumswohnungen gebaut. Aufgrund der ökologischen und ökonomischen Optimierung entschied man sich seitens der Planer für würfelförmige Häuser mit einer innenliegenden Erschließung und einer vorgeschobenen Balkonzone, die sich durch Sonnenschutzelemente aus Kupfer nach außen abschotten lässt. Eine architektonische Besonderheit, wobei es sich hierbei um einen Metallrahmen mit Textilbespannung handelt, der in zwei getrennten Laufschienen eingesetzt wird und so von jedem Wohnungseigentümer individuell verschoben bzw. positioniert werden kann. In diesen Wohnhäusern wurden alle ökologischen Möglichkeiten, die sich heute mit einfacher Technologie nutzen lassen, angewandt. Von Sonnenkollektoren über Wärmerückgewinnung bis zur Regenwassernutzung wurde praktisch alles eingesetzt, was man ohne High-Tech erreichen kann. Der flächenbezogene Heizwärmebedarf liegt daher in dieser Wohnanlage zwischen 32 und 35 kWh, weshalb für die Bewohner geringere Energiekosten anfallen.
Trockenbau für Lohbach II
Im modernen Wohnbau ist der Trockenbau nicht mehr wegzudenken. Dies trifft auch auf das Projekt Lohbach II zu. Architektonisch auffallend im Stiegenhaus der einzelnen Wohnhäuser sind die halbhohen Brüstungen, die in Trockenbauweise realisiert wurden. Die Rundungen der Brüstungen wurden mit Knauf Formplatten (6,5mm Stärke -vierfach beplankt) von den verantwortlichen Trockenbauern realisiert. Der Rest der aufwendigen Konstruktion wurde mit 12,5 mm Knauf Platten doppelt beplankt. Zu den weiteren Herausforderungen für die ARGE Baurent & Trimmel zählten die leicht gebogenen mit einer Länge von 25 m und einer Höhe von 22 m F90-Schachtwände, die mit 3x 15mm GKF umgesetzt wurden. Zu Spitzenzeiten waren bis zu 50 Trockenbauer im Einsatz.
Generell wurden in den Bauteilen hochwertige Formteile mit der MAGAform 3000 von der Firma Magacon Technologies GmbH. hergestellt und verarbeitet. Dies betrifft hauptsächlich Laibungen zu den Fensterelementen, halbhohe Brüstungsabschlüsse und sonstige Kanten.- und Eckausbildungen.
Leistbarer Wohnraum
Baubeginn von Lohbach II war im November 2006. Die ersten Wohnungen wurden bereits Ende August dieses Jahres feierlich übergeben. Innsbrucks Bürgermeistern Hilde Zach war voll des Lobes für die zeitgerechte Fertigstellung der Bauwerke. Sie betonte: „Hier ist ein weiterer Meilenstein gegen die starke Wohnungsnachfrage entstanden. Gleichzeitig beweist die Innsbrucker Stadtbau eindrücklich, dass ihre Mieten die Lebenshaltungskosten der Bewohnerinnen und Bewohner nicht hinauf treiben, sondern vielmehr stabilisieren“. Das Projekt Lohbach II stellt eine sinnvolle Durchmischung von Mietwohnbau, Eigentumswohnungen, Subjekt- und Objektförderung dar. Das Bauvolumen für dieses Vorhaben beläuft sich auf insgesamt ca. 36,8 Millionen Euro.