Neues Museum im Stift Admont
Anspruchsvolle Deckenlösungen von Knauf
Erlebnispark oder Bildungsstätte?
Das Benediktinerstift Admont widmet den dreistöckigen Südtrakt seiner Klosteranlage der Errichtung einer weiträumigen Museumslandschaft, die bis zum Frühjahr 2003 fertiggestellt wird. Das Projekt wird eine inhaltliche Brücke über mehr als ein Jahrtausend Kunst spannen.
Vielfalt der Superlative
In diesem Museum können neben der größten barocken Klosterbibliothek der Welt Kunstgegenstände der verschiedensten Gattungen aus dem Mittelalter bis zur Gegenwartskunst betrachtet werden. Ab 2004 kommt noch das "Naturhistorische Museum" mit seiner weltbekannten Insektensammlung hinzu. "Admont bekommt aus meiner Sicht kein Museum der Superlative. Die Besonderheit wird vielmehr in der "Vielfalt" der kleinen Superlativen", im Kontrastreichtum eines vielfältigen Angebotes aus verschiedensten Zeiten und Interessensgebieten konzentriert auf einen Ort liegen.", so der planende Architekt Christian Wöhrer vom Wiener Büro Wehdorn. Michael Braunsteiner , Künstlerischer Leiter des Museums Stift Admont, schlägt durchaus in die selbe Kerbe: "Das Stift Admont mit seiner alten Bibliothek und seinen neuen Museen soll dem künftigen Besucheransturm ein möglichst eindrucksvolles, abgerundetes und doch spannungsreiches, vor allem aber "menschliches Gesamterlebnis Kloster" bieten." Auch heimische Größen, wie der Maler, Hannes Schwarz, der den Großteil seines Lebenswerkes dem Stift vermacht hat, wird im Museum für moderne Kunst zu bewundern sein. Denn, "nur in der Vergangenheit zu leben, sowie nur Werke aus der Vergangenheit ernst zu nehmen, zu sammeln und zu zeigen, dass käme einem Stillstand gleich," so Braunsteiner.
Eine umfassende Museumslandschaft mit Knauf
Am 30. Mai 2003 wird einer der größten Museumsneubauten Österreichs, nach fünfjähriger Bauzeit, eröffnet. Im Jahre 1996 wurde die Inangriffnahme des Museumsumbaus beschlossen und seit 1998 wird intensiv gebaut. Das künftige Museum im Stift Admont weist eine Gesamtnutzungsfläche von 7.600 m² auf. Der Umbau umfasst nahezu den gesamten dreistöckigen Südtrakt, inklusive Kellerräume und Dachgeschoss, auch Teile des Osttraktes wurden für dieses Projekt herangezogen. Die klima- und sicherheitstechnischen Anforderungen verlangten einen Einbau komplexer Technik. Erschwerend war beispielsweise das Fehlen von Kellern für die Unterbringung von Technikräumen und für die Leitungsführung von Klimatisierung und Lüftungsräumen. So mussten zusätzliche Kellerräume nachträglich geschaffen werden. Mit Hilfe der Knauf Trockenbausysteme wurde ein Großteil der Technik verborgen, durchaus ästhetisch , wie das Beispiel der Deckenlösung im "Naturhistorischen Museum" zeigt, wo Belüftungssysteme und Beleuchtung ansprechend integriert worden sind. Auch die Träger und Balken der umgebauten Dachgeschosse wurden mit Gipsplatten verkleidet, wobei hier die Erfüllung der steirischen Brandschutzverordnung im Vordergrund stand. Neue- relativ hohe- Wände aus Knauf Trockenbausystemen in den Ausstellungsräumen wurden aufgestellt um eine unscheinbare und unauffällige Hülle zu den ausstellenden Exponaten zu schaffen und deren Wirkungsgrad für den Betrachter zu erhöhen.
Ora et labora
Durch den Umbau erfolgte eine klare Trennung der musealen Bereiche von allen anderen stiftischen Bereichen. Generell war es seitens der Bauherren ein Anliegen, die Neu- und Zubauten immer in einen architektonischen Kontrast mit der historischen Bausubstanz als sichtbares Zeichen der Zeit, in der sie geplant, gestaltet und ausgeführt wurden, zu stellen. "Dieses Konzept der Gegenüberstellung von Gegensätzen, des Kontrastreichtums, zieht sich durch das gesamte Museum mit seinen Bauteilen bis hin zu den einzelnen Möbeln.", so Wöhrer. Auch wertvolle Materialien, wie Glas, Stein, Glas und Holz wurden verwendet um diesen Kontrast zu verstärken. Ein Beispiel hierfür stellt die als notwendig angebaute Fluchtstiege der Ostfassade, dar. Diese - als Panoramastiege konzipiert -offeriert den Besuchern die Kulisse eines einmaligen Naturtheaters: Der Blick in die Landschaft des Nationalparks Gesäuse. Lambert Gahbauer, Baumeister des Stiftes Admont, geht davon aus, dass "der Besucheranstrom in Zukunft sicher wachsen wird. Vor allem dann, wenn das Kulturangebot des Stiftes Admont und das Naturangebot des Nationalparks eine sinnvolle Symbiose eingehen." Ab 30. Mai können sich die bis zu 100.000 jährlich erwartenden Besucher selbst ein Bild von dieser beeindruckenden Symbiose machen.