Rathaus Laa/Thaya
Ausbau eines historischen Dachgeschosses
Das Dachgeschoss des um 1899 errichteten Rathauses der Grenzstadt Laa/Thaya im Weinviertel wurde komplett ausgebaut und wird in Zukunft als Büro- und Besprechungsräume der Stadtverwaltung verwendet. Die Adaption des historischen Dachgeschosses in moderne Räume mit geschichtlichem Flair erfolgte mittels Trockenbausysteme.
Das beeindruckende Rathaus von Laa/Thaya wurde aus Anlass des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef I. in den Jahren 1898 bis 1899 mit einem Kostenaufwand von 140.000 Kronen nach den Plänen des Wiener Architekten und Stadtbaumeisters Paul Prang im Stil des Historismus erbaut. Bereits am 7. Oktober 1899 konnte der "Magistrat" seine erste Sitzung im "Neuen Rathaus" abhalten. Die beiden Figuren neben dem Balkon - Bauer mit Sichel und Garbe, Bäuerin mit Spinnrocken und Bienenkorb - symbolisieren die ursprünglich rein bäuerliche Struktur dieser Stadt. In Dachhöhe befindet sich auf dem Turm das Wappen der Stadt Laa an der Thaya. Im heutigen Rathaus sind das Stadtamt mit den Ratssälen, eine Bank, das Standesamt sowie das Vermessungsamt untergebracht.
Heimspiel für Trockenbau
Dem Aspekt der Leichtigkeit und Flexibilität folgend wurde der Innenausbau komplett in Trockenbauweise durchgeführt – mit Knauf Systemen. Es musste sowohl dem historischen Charakter des Gebäudes Rechnung getragen werden, wie auch den Bedürfnissen seiner neuen Nutzer. Neben der Funktionalität und der Ästhetik war auch eine Brandwiderstandsdauer von F30 gefragt. Dies wurde an der Decke mit einer 15 mm starken Knauf Platte gelöst. An den Wänden wurde eine 12,5 mm starke GKF eingesetzt. Trägerverkleidungen, Vorsatzschalen, Trempelwände und Dachflächenfenster mit Trägerverkleidungen sowie Fensterverkleidungen runden das Angebot des verantwortlichen Trockenbauers aus Korneuburg, Kaspar Trockenausbau GmbH, ab. Aus statischen Gründen kam ein Trockenunterboden zum Einsatz, der mit GIFAfloor realisiert wurde. Alle GIFAfloor Böden bestehen aus dem Gipsfaserwerkstoff GIFAtec, der europaweit in Baustoffklasse A1, nichtbrennbar, klassifiziert ist. Friedrich Kaspar, der durchschnittlich mit vier Trockenbauern rund eineinhalb Monate bei diesem Objekt im Einsatz war, hebt die Genauigkeit bei dieser Arbeit hervor. Exakte und saubere Spachtelarbeiten mit Knauf Uniflott runden den Trockenbau bei diesem historischen Objekt ab. Neue funktionale Büroräume im schönsten historischen Gebäude der Stadt Laa/Thaya mit Sicht über den Hauptplatz, was will man mehr?