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Trockenbau allgemein

Schwackhöfer Haus BOKU

Zwei parallele Trakte begleiten einen Ost-West-Hof.

Gebäude der Wiener Moderne

Das vom Architekten Anton Schweighofer entworfene und international ausgezeichnete "Rosthaus", benannt nach Franz Schwackhöfer, einer der Gründungsprofessoren der BOKU, wurde modernisiert und erweitert.

Prämiertes "Rosthaus"

Das Schwackhöfer-Haus an der BOKU in Wien, stellt eines der wichtigsten Gebäude der Wiener Moderne dar. Das sogenannte "Rosthaus", war eines der ersten Stahlbauten in Österreich. Im Laufe der Zeit rosteten jedoch die Fassadenbleche und zudem wurde das Haus mit Asbest brandgeschützt. Daher entschloss man sich das Haus zu erweitern und zu sanieren. Im Zuge eines Wettbewerbs konnte sich der Vorschlag der Architektengemeinschaft Schwalm- Theiss/Gressenbauer/Bohrn durchsetzen. Dieser sah einen klaren, ablesbaren gerichteten Baukörper vor. Zwei parallele Trakte begleiten einen Ost-West-Halle, die durchgehende glasüberdachte architektonisch überaus interessante Raum ist als Kommunikationszentrum für alle Benutzer des universitären Gebäudes vorgesehen.

Wunderbare, große Räume

Die bestehende Stahlkonstruktion wurde nicht verändert und sichtbar gemacht. Diese schöne und "filigrane" Konstruktion wird als bestimmendes architektonisches Merkmal in Szene gesetzt. Die großen Spannweiten der Stahlträger schaffen ein wunderbares Raumgefühl. Wo findet man heutzutage noch über 4 m hohe Räume? Die zusätzlichen Nutzflächen wurden in begleitenden, konstruktiv unabhängigen Bauteilen geschaffen. Das alte architektonisch wertvolle Haus blieb erhalten und wurde von einer neuen Betonkonstruktion "umhüllt". So wurde eine Stahlbetonfertigteilkonstruktion realisiert, mit der auch die Speicherfähigkeit de Gebäudes verbessert wurde. Die ursprüngliche Geschossanzahl (Untergeschoss, Erdgeschoss, drei Obergeschosse) wurde nicht verändert. Das dritte Obergeschoss wurde vom Mittelschiff auf die Seitenschiffe verschoben. Die Zubauten wurden vom Bestand in Material, Konstruktion und Modul abgesetzt. Durch die geringe Trakttiefe und beidseitige Belichtung der Obergeschosse war die Flexibilität von Nutzung und Raumaufteilung gegeben. So finden sich als Raumangebot großzügige Seminar- und Besprechungsräume, Labors, Büros, eine Bibliothek und ein Café mit Terrasse. "Warme Materialien" wie Eichenholz für Türen und Fenster sorgen für eine gewisse Form von Gemütlichkeit, ansonsten steht eher eine puristische Ausführung im Vordergrund. Die Wände wurden in Trockenbauweise in Kombination mit Glas errichtet und stellten eine gewisse Herausforderung für den ausführenden Trockenbaubetrieb 3P aus Rohrbach dar. Die 4,05 m hohen Zwischenwände wurden bis 2,65 m in doppelt beplankter Art und Weise selbstragend mit einer Formrohrskelettkonstruktion ausgeführt. Die restliche Wandhöhe wurde in Glas realisiert, um das großzügige Raumangebot bzw. -gefühl nicht zu verlieren. Auch die Akustiklochdecken in Kombination mit den Stahlträgern, sichtbar im alten Teil des Hauses, getarnt als glatte Decke (verkleidet mit einem Flies) im neuen Teil, verlangten Genauigkeit und Präzision des renommierten burgenländischen Trockenbauunternehmens

Spannendes Spiel zwischen Innen und Außen

Die Fassaden wurden aus Kostengründen im Hinblick auf den großen Fassadenanteil als einschalige Konstruktion mit außenliegenden variablen und farbigen Sonnenschutz realisiert. Die Halle stellt mit Aufzügen, einer Kaskadenstiege sowie offenen Brücken auf verschiedenen Ebenen eine spannende Kontinuität zwischen Innen- und Außenraum her. Den Studenten, Professoren und Institutspersonalpersonal diverser Einrichtungen der BOKU steht ein neuer schöner Arbeitsplatz zur Verfügung. Wie formulierte es Architekt DI Goran Jakovljevic von der Architektengruppe BOKU so treffend: "Ich hoffe, dass die Menschen es genießen dort zu arbeiten."

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Bilder

Ein buntes Café mit Terrasse, die schwefelgelbe Farbe wird sonst im Gebäude nur für Orte verwendet, wo sich Gas befindet.
Die Fassaden wurden aus Kostengründen im Hinblick auf den größeren Fassadenanteil als einschalige Konstruktion mit außenliegenden variablen und farbigen Sonnenschutz realisiert.
Ein spannendes Spiel zwischen Innen und Außen
Wo findet man heutzutage noch über 4 m hohe Räume?
Die Zubauten wurden vom Bestand in Material, Konstruktion und Modul abgesetzt. Durch die geringe Trakttiefe und beidseitige Belichtung der Obergeschosse war die Flexibilität von Nutzung und Raumaufteilung gegeben.

Bautafel

Bautafel
Objekt Universität für Bodenkultur
Schwackhöfer-Haus
Peter Jordanstr. 82
1190 Wien
Bauherr Bundesimmobiliengesellschaft mbH
Neulinggasse 29
1030 Wien
Planung und Design Architektengruppe BOKU
Schwalm-Theiss / Gressenbauer / Bohrn
Altgasse 21
1130 Wien
Tel.: +43-(0)1/877 12 33-0
E-Mail: st-g@vienna.at
Örtliche Bauaufsicht Architektengruppe BOKU
Bohrn / Schwalm-Theiss / Gressenbauer / GSD
Neilreichgasse 193
1230 Wien
Tel.: +43-(0)1/616 71 74-0
Trockener Innenausbau 3P Trockenbau GmbH
Bauleiter: Werner Pinter
Bahnstraße 40
7222 Rohrbach
Tel.: +43-(0)2626/630 42
Knauf Fachberatung Karl Zettl
Strobachgasse 6
1050 Wien
Tel. +43-(0)1/580 68 449
Mobil: +43-(0)664/544 60 25
Fax : +43-(0)1/580 68-484
Diese Bautafel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Weitere Informationen

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Mag. Andreas Bauer
PR
Knauf Ges.m.b.H.
Strobachgasse 6
1050 Wien
Tel. +43 50 567-465
Mobiltel. +43 664 544 60 35
Fax +43 50 567-50465
E-Mail: bauer.andreas@knauf.at

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