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BrandschutzBrandschutz von Haus aus mit Knauf

Baulicher Brandschutz

Der beste Schutz gegen Feuer ist effektiver, baulicher Brandschutz! Im Trockenbau gibt es hierfür immer wieder neue Herausforderungen: sich verändernde Vorschriften, objektbezogene Sonderlösungen oder anspruchsvolles Bauen im Bestand. Wir unterstützen Sie bei der Nachweisführung und beraten bei der Umsetzung.

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Vertraue auf Knauf. Fühle dich sicher.

Europäische Feuerschutz-Klassifizierung

Schachtwand mit Revisionsklappe

Mit 3. Mai 2010 endete die 10-jährige Frist für die Koexistenz der bisherigen österreichischen Anforderungen an den Brandwiderstand mit der europaweit einheitlichen Klassifizierung für den Feuerwiderstand.

Das bedeutet, dass zukünftig nur mehr Bauprodukte (Bauteile) verwendet und damit eingebaut werden dürfen, deren Brandverhalten bzw. Feuerwiderstand mittels eines (europäischen) Klassifizierungsberichtes oder durch Berechnung nach Eurocode nachgewiesen wurde.

Die in den Landesbauordnungen bzw. in den OIB-Richtlinien festgelegten brandschutztechnischen Anforderungen können mit geprüften Systemlösungen wie bisher problemlos erfüllt werden. Die für brandhemmende, hochbrandhemmende bzw. brandbeständige Bauteile erforderlichen Systemlösungen wurden in zahlreichen Prüfungen den entsprechenden Feuerwiderstandsklassen zugeordnet.

Als führender Trockenbausystemhersteller hat Knauf bereits in den letzten Jahren entsprechende Prüfungen durchgeführt. Bereits heute sind wir in der Lage, mit unseren Systemangeboten mehrstufige Anforderungen an den baulichen Brandschutz wirtschaftlich zu erfüllen. Knauf wird auch weiterhin an dieser Aufgabe mit dem Ziel arbeiten, noch bessere Konstruktionen auf den Markt zu bringen.

Knauf ist grundsätzlich bereit, neue Wege zu beschreiten. Seit jeher haben wir die Bereitschaft und auch die Kraft, innovative, qualitativ hochwertige und wirtschaftliche Lösungen für den modernen Trockenbau zu entwickeln und diese in unsere Bauwerke zu integrieren.

Mit Knauf Systemlösungen sicher ins neue Klassifizierungszeitalter:

Montage Brandschutzdecke

Innovative Decken-Systeme EI 30 bis EI 90, auch mit Revisionsklappen

Wirtschaftliche Trennwand-Systeme mit größeren Wandhöhen (brandschutztechnisch zugelassen) EI 30 bis EI 90

Anforderungsgerechte Schachtwandlösungen EI 30 bis EI 90, klassifiziert mit Durchdringungen und Einbauteilen (z.B. Elektrodosen, Revisionsklappen)

Fireboard Bekleidungen für Stahltragwerke R 30 bis R 240

Moderne Holzbaulösungen REI 30 bis REI 90

Beplankung und Fugenausbildung

Schlanke Brandwand

Für die Beplankung sind Knauf Feuerschutzplatten, Knauf Fireboard bzw. Knauf Vidiwall Gipsfaserplatten einzusetzen. Für die Verarbeitung der Gipsplatten gilt ÖNORM B 3415. Für Fireboard und Vidiwall Gipsfaserplatten sind die Knauf Werksvorschriften zu beachten.

Die Knauf Platten sind auf Ständern und / oder Riegeln dicht zu stoßen. Bei einlagiger Beplankung sind die Stöße der Längskanten um mindestens einen Ständer- bzw. Riegelabstand gegeneinander zu versetzen, bei mehrlagiger Beplankung auch innerhalb einer Beplankungsseite Stöße versetzen.

Alle Fugen sind normgerecht zu verspachteln. Bei mehrlagiger Beplankung sind auch die Fugen der verdeckten Lagen stets zu füllen.

Befestigungsmittel

Als Befestigungsmittel auf Stahlblech sind Schrauben, auf Holz Schrauben, Nägel oder Klammern gemäß EN 14566 bzw. ÖNORM DIN 18182 zu verwenden. Bei mehrlagiger Beplankung ist jede Lage für sich am aussteifenden Untergrund zu befestigen. Die sichtbaren Teile der Befestigungsmittel sind zu verspachteln.

Brandschutzdecke

Eine Brandschutzklassifikation von Decken- und Dachkonstruktionen in Verbindung mit Unterdecken kann erreicht werden durch Unterdecken, die allein den geforderten Feuerwiderstand bringen bzw. durch „Addition“ der Brandschutzeigenschaft der Rohdecke mit der Unterdecke.

Letztere Lösungen sind wirtschaftlich i. d. R. günstiger. Sind Dächer in ihrem Aufbau mit Deckenkonstruktionen identisch, so sind sie bezüglich ihrer Brandschutzeigenschaften gleichzustellen.

Tragfähigkeit und Belastung

Brandschutztechnisch klassifizierte Unterdecken dürfen nicht, auch nicht im Brandfall, belastet werden. Bei Unterdecken mit Brandschutz allein von oben (Deckenzwischenraum) sind im Zwischendeckenbereich verlegte Leitungen, z. B. Rohre, Kabel, sonstige Installationen, an der Rohdecke mit Baustoffen der Brandverhaltensklasse A (nichtbrennbar) so zu befestigen, dass sie auch im Brandfall die Unterdecken im Klassifizierungszeitraum nicht belasten.

Bei Unterdecken in Verbindung mit Rohdecken sind Installationen im Zwischendeckenbereich gemäß Kommissionsentscheidung Nr. 2006/751/EG zulässig. Das System „Decke unter Decke“ ermöglicht den Einbau von Sichtdecken ≤ 0,15 kN/m² an Brandschutzdecken. Informationen zur möglichen Befestigung von Lasten bei Brandschutz auf Anfrage.

Brandschutzdecke

Die nationalen Nachweisverfahren zur Bewertung des Brandwiderstandes von Bauteilen wurden in Österreich Anfang Mai 2010 durch die neuen Feuerwiderstandsklassen REI ersetzt. Zur Nachweisführung können Klassifizierungsberichte gemäß EN 13501-2 bzw. Berechnungen nach EN 1995-1-2 in Kombination mit den jeweiligen nationalen Anwendungsdokumenten herangezogen werden. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens der Holzforschung Austria (HFA) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung (IBS) und der Versuchs- und Forschungsanstalt der Stadt Wien (MA39) wurden die Grundlagen zur Nachweisführung von Holzkonstruktionen, Kenntnisse für die Simulation und Bewertung des Feuerwiderstandes von Holzkonstruktionen und die Basis für nachweisfreie Konstruktionen auf nationaler und auf europäischer Ebene geschaffen.

Aufbauend auf Vorversuche zur Untersuchung des thermischen Verhaltens von Baustoffen und Baustoffkombinationen wurden belastete Großbrandversuche von Wand- und Deckenkonstruktionen in Holzrahmen- und Brettsperrholzbauweise durchgeführt. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für Klassifizierungsberichte der beteiligten Betriebe und für die Erweiterung der Berechnungsmöglichkeiten nach EN 1995-1-2. So konnten die Versagenszeiten – das Abfallen von Gipskartonfeuerschutzplatten GKF nach B 3410 bzw. Gipsplatten Typ DF nach EN 520 und Gipsfaserplatten nach EN 15283-2 bestimmt werden. Für den Planer und Statiker stellen diese Daten für die Dimensionierung eine wesentliche Grundlage dar.Zusätzlich konnte mit Hilfe der Untersuchungen ein von der ETH Zürich entwickeltes Modell zur Berechnung des Raumabschlusses von Holzbauteilen validiert werden. Damit konnte auch in diesem Bereich eine Basis für die Erweiterung gestellt werden. Für den ausführenden Holzbaubetrieb liefern die auf die Untersuchungen aufbauenden nachweisfreien Konstruktionen eine Grundlage für standardmäßige Arbeiten.

Brandschutz Stützenverkleidung

Prädestiniert für den Einsatz im baulichen Brandschutz sind Gipsbaustoffe und Gips-Systeme. Sie wirken von Natur aus brandhemmend und übernehmen damit die wichtige Funktion, ein einmal entstandenes Feuer zeitlich unter Kontrolle zu halten, örtlich einzuschränken und durch Schutz der tragenden Konstruktion die Standsicherheit des Gebäudes zur Rettung von Menschen und Sachwerten zu wahren.

Wie sich Gips im Feuer verhält

Die Funktionsfähigkeit resultiert aus der chemischen Beschaffenheit von Gips. Gipsbaustoffe sind anorganische nichtbrennbare Baustoffe. Sie gehören zu den klassischen Feuerschutzbaustoffen. Das Kalziumsulfat Gips hat in seinem Kristallgefüge zwei Moleküle Wasser eingelagert. Das entspricht ca. 3 l Wasser pro m² Gipsplatte mit 15 mm Dicke. Bei Beaufschlagung durch Feuer verdampft das Kristallwasser, d.h. der Gips wird entwässert ohne dass die Temperatur auf der Plattenrückseite über 110° C steigt. Energie wird verbraucht und außerdem wird durch den sich bildenden Dampfschleier zwischen Feuer und Gipsbaustoff der Brandfortschritt verzögert. Neben der brandschutztechnischen Wirkung des Kristallwassers wirkt die entwässerte Gipsschicht als zusätzlicher Isolator, da sie gegenüber nichtentwässertem Gips einen niedrigeren Wärmeleitwert besitzt. Durch Erhöhung der Plattendicke oder Verdoppelung der Plattenanzahl lässt sich der Verdampfungsprozess verlängern und damit die Feuerwiderstandsdauer ausdehnen. Ebenso durch Einsatz der speziellen Feuerschutzplatten Fireboard (Knauf), die anstelle von Karton mit Glasvlies ummantelt sind.

Gips als natürlicher Sprinkler

Der Gipskristall besteht zu 25 % seines Volumengewichts aus chemisch gebundenem Wasser, das beim Erhitzen in Form von Dampf freigegeben wird.

Populär ausgedrückt enthält Gips einen natürlichen Sprinkler, da Gipsprodukte durch das chemisch gebundene Wasser einen natürlichen Feuerschutz darstellen. Im folgenden seien wichtige feuerschutztechnische Klassifizierungen und Materialanforderungen angesprochen.

Gips ist nicht brennbar

Für abgehängte Decken verwendetes Material muss überwiegend nicht brennbar sein. Die Auflage umfasst einen Test der im Material enthaltenen Energie, der Brandausbreitung, der Rauchentwicklung und in einigen Ländern auch der Toxizität. Alle Knauf Danoline-Produkte erfüllen die strengsten Brandsicherheitsvorschriften und liegen feuerschutztechnisch in den besten Nichtbrennbarkeitsklassen. Die Feuerschutzauflage F 30 wird von dem Produkt Corridor F 30 erfüllt. Diese Auflage stammt aus dem als eines der strengsten feuerschutztechnischen Klassifizierungssysteme der Welt bekannten deutschen DIN Norm-System für u.a. Baumaterialien.

Feuerschutzklassifizierung

Baustoffklasse A 2 nichtbrennbar nach DIN 4102. Umfasst alle Produkte von 12.5 mm Dicke, zum Beispiel Plaza, Markant, Belgravia, Contur.

Baustoffklasse B 1 schwer entflammbar nach DIN 4102. Umfasst Produkte von 9.5 mm Dicke, zum Beispiel Tiles.

Feuerwiderstandsklasse F30. Unterdecke alleine. Brandbeanspruchung von oben (Zwischendeckenbereich) und Unterdecke allein Brandbeanspruchung von unten (Deckenunterseite) gemäß DIN 4102, Teil 2, Ausgabe 09 / 1977. Umfasst Corridor F 30.

Knauf FireWin — Die neuen Feuerschutz-Produkte von Knauf

Im Brandfall keine Panik!
  • Firepaint Steel
  • Vermiplaster Indoor

Im Brandfall zählt jede Minute. Dafür brauchen Sie einen vertrauenswürdigen Partner für die Errichtung von Gebäuden mit erhöhtem Brandschutz. Mit Knauf Fireboard verfügen wir seit Jahren über eine spezielle Gipsplatte für erhöhte Brandwiderstandsdauer. Nun haben wir einige neue Produkte in diesem Bereich für Sie entwickelt, die wir unter Knauf FireWin zusammengefasst haben. Erhöhen Sie die Sicherheit Ihrer Gebäude und der Menschen, die darin leben und arbeiten.

Vertrauen Sie uns. Fühlen Sie sich sicher mit Knauf.

Brandschutzbeschichtung für Stahlkonstruktionen

Knauf Firepaint Steel

Knauf Firepaint Steel ist eine 1-komponentige, lösemittelhaltige, physikalisch trocknende Brandschutzbeschichtung für den passiven Brandschutz von Stahlkonstruktionen. Werksbeschichtung oder vor Ort auf der Baustelle möglich. Firepaint Steel trägt eine CE-Kennzeichung auf Basis einer Europäisch Technischen Bewertung (ETA).
Grundierungen
Für Karbonstahloberflächen:

Knauf Firepaint Primer K1

Knauf Firepaint Primer K1 ist eine äußerst schnelltrocknende Rostschutzgrundierung/Deckschicht mit Zinkphosphat als Korrosionsschutzpigment. Knauf Firepaint Primer wird als ein- oder zweischichtige Rostschutzgrundierung (oder direkt aufzubringende Deckschicht) bei Stahlbauten, in der allgemeinen Stahlverarbeitung und einer Vielzahl von Anwendungsbereichen in der Leicht- und Schwerindustrie verwendet, wo rasches Trocknen erforderlich ist. Die Grundierung ist für den allgemeinen Gebrauch auf Innen- und Außenoberflächen aus Stahl geeignet, ebenso für den Rostschutz für Stahl in Umgebungen mit leichter bis mittelschwerer atmosphärischer Korrosion.
Für verzinkte Oberflächen:

Knauf Firepaint Primer K2

Knauf Firepaint Primer K2 ist ein Zweikomponenten-Epoxidharzlack. Ausgehärtet ist es eine flexible, gut haltende Lackschicht mit gutem Abrieb- und Schlagwiderstand. Enthält Zinkphosphat. Geeignet als Grundierung auf heißgetauchten verzinkten Oberflächen, Aluminium und rostfreiem Stahl in mäßig korrosiven Umgebungen. Knauf Firepaint Primer K2 kann auch auf nicht zum Aufrauen geeigneten Oberflächen eingesetzt werden.
Deckschicht

Knauf Firepaint Finish

Knauf Firepaint Finish ist ein Decklack auf Acrylharzbasis mit nicht-chloriertem Weichmacher für ein Optimum an Glanz und Farbhaltung. Physikalisch trocknend. Widerstandsfähig gegen Salzwasser, Spritzer von aliphatischen Kohlenwasserstoffen sowie tierischer und pflanzliche Öle. Knauf Firepaint Finish wird im Rahmen der Knauf Firepaint-Systeme in mäßig bis stark korrosiven Umgebungen als Decklack in der Innen- und Außenanwendung eingesetzt.
Verdünner

Knauf Firepaint Finish Thinner AL


oder

Knauf Firepaint Finish Thinner EP

Knauf Lacke werden so hergestellt, dass bei ordnungsgemäßem Vorgehen beim Mischen/Umrühren normalerweise kein Verdünner notwendig ist. Wir der Lack jedoch sehr dünn aufgetragen (z.B. als „Versiegelungsschicht“) oder hat sich der Lack z.B. auf Grund kalten Wetters zu stark verdickt, können die Knauf-Verdünner laut Datenblatt hinzugefügt werden, damit die für den Auftrag geeignetste Konsistenz erzielt werden kann. Allgemein gilt die Regel, dass die Verdünnung auf ein Minimum beschränkt werden sollte, da die Qualität des Farbauftrags durch zu starke Verdünnung leidet.

Weiterführende Informationen

Aus unserer Produktpalette

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